{"id":78,"date":"2023-08-04T15:54:31","date_gmt":"2023-08-04T13:54:31","guid":{"rendered":"https:\/\/dampfkraft-blog.de\/?p=78"},"modified":"2023-08-04T15:56:02","modified_gmt":"2023-08-04T13:56:02","slug":"aethersplitter-1-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dampfkraft-blog.de\/?p=78","title":{"rendered":"\u00c4thersplitter 1\/2"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Januar einer neuen Dekade ist nun angebrochen, nicht mal genug Zeit ist geblieben um sich eingehend mit den \u00c4nderungen zu befassen. Denn seit einigen Wochen herrscht im Admirals Staab reger Verkehr und die \u00c4therwellen scheinen zu gl\u00fchen bei der Menge an Nachrichten. Keiner wei\u00df genau so recht was sich gerade hinter den Mauern der ehrw\u00fcrdigen Admiralit\u00e4t abspielt. Nur nebul\u00f6se Antworten auf Anfragen die man stellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles scheint von einer Unruhe getrieben, soweit es die ZLZ 127 Tempora betrifft scheint alles normal weiterzugehen, abgesehen vom Bericht des Leitenden, der immer noch nicht zufrieden ist mit der Maschinengondel No. 5. Erst letztens polterte der LI in mein B\u00fcro und warf mir sein lederne Fliegerkappe auf den Tisch. Lautstark beschwerter er sich das der Versorgungsstab doch endlich mal Kappen in seiner Gr\u00f6\u00dfe schicken sollte, anstatt diese Kleinen die Ihm nicht passen. Alle Bem\u00fchungen zum Trotz ist es mir nicht ganz gelungen seine Laune zu bessern. Eine Anfrage beim Marine-Materialamt kam mit einer Notiz zur\u00fcck man m\u00f6ge doch ein Muster mit senden. Ich glaube nicht, dass die sich \u00fcber den LI in seiner Rage freuen w\u00fcrden. Als Muster w\u00fcrde er wohl dem Beamten vor Ort wohl einiges an den Kopf werfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz dieser Ablenkung ist es Tobias und Shamus gelungen w\u00e4hrend Ihrer Runden durch das Dock einiges zu den Vorg\u00e4ngen in der Admiralit\u00e4t in Erfahrung zu bringen. Anscheinend wurden vermehrt verst\u00fcmmelte \u00c4ther\u00fcbertragungen empfangen, die auf ein weitaus gr\u00f6\u00dferes Problem schlie\u00dfen lassen. Es hei\u00dft, dass es eine Interkoninentale \u00c4therverzerrung mit schweren St\u00fcrmen geben soll der schon etliche Sternzeppeline zum Opfer gefallen sein sollen. Teils gestrandet teils verschollen in den Weiten des \u00c4thers.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ganze Ausma\u00df l\u00e4sst sich derzeit noch nicht einmal ann\u00e4hrend erfassen. Die Gespr\u00e4che der anderen Kapit\u00e4ne und Offiziere drehen sich nur noch um dieses Thema selbst der Bartender der Offiziersmesse wei\u00df nicht mehr so recht was er gegen diese Stimmung machen soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solange die Mannschaften besch\u00e4ftigt sind, l\u00e4sst es sich zumindest eine gewisse Zeit noch \u00fcberbr\u00fccken, bis die Diskussionen in der Messe der Mannschaften dar\u00fcber lauter werden. Denn solche Ger\u00fcchte verbreiten sich schneller in den Decks, als wie Offiziere zum Apell rufen lassen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich frage mich nur wohin uns das bringen wird, dieses zum nichts tun verdammt sein zerrt an den Nerven. Die eint\u00f6nigen Tage in einem tiefen Grau geh\u00fcllt des Winters im Heimathafen hebt nicht gerade die Stimmung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Tee in der Tasse auf meinem Schreibtisch dampft fast schon trotzig vor sich hin. Vor einer guten Stunde kam der Adjutant des Geschwaderf\u00fchres mit einigen Depeschen und Briefen. In all diesen ging die Information fast unter das bis auf die notwendigsten Fahrten alles eingestellt wird. Denn die \u00c4terverzerungen hatten auch Auswirkungen auf die Interkontinentalen \u00c4therwelten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vermehrt wurden Ver\u00e4nderte gesehen! In den unz\u00e4hligen Berichten, die es durch den \u00c4ther schafften, wurde dar\u00fcber berichtet. Leider hat sich auch die Zahlen der Erkrankter, der neuen noch nicht g\u00e4nzlich erforschten Krankheit, erh\u00f6ht. Alle verf\u00fcgbaren Kapazit\u00e4ten der Forschung wurden nun darauf konzentriert.<br>Hoffen wir, dass es hier in naher Zukunft auch Erfolge gibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wochen ziehen weiter ins Land, die Tempora hat mittlerweile einen Staffel Patroulliendienst aufgenommen. Dies bedeutet f\u00fcr die Crew zumindest eine willkommene Abwechslung von der ewigen Routine \u201eDienst im Dock\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings hat dieser Patrouillendienst auch seine T\u00fccken. Die Tempora muss zu einer bestimmten Zeit an einer genau definierten Position stehen um dort dann Waren und Nachrichten von einem anderen Sternzeppelin zu \u00fcbernehmen und auszutauschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies war bei den herrschenden Umst\u00e4nden der \u00c4therverzerrungen leider f\u00fcr die Navigation ein einziges Chaos. Oft waren der Steuermann und die Maschinencrew am Fluchen um die wie trunken, bockende und schwankende Tempora auf der ihr zugewiesenen Station zu halten. Oft wenn ich auf der Br\u00fccke stand sah ich den LI mit grimmigem Blick auf seine Anzeigen starren, w\u00e4hrend der Erste teils flehend und fluchend die Befehle gab um das Schiff zu halten. Alle hatten ihre liebe Not mit diesen Situationen doch es klappte ohne das ich in die Verlegenheit kam einzugreifen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tobias und seine Staffeln an Begleitj\u00e4gern waren sichtlich froh, wenn Ihre Maschinen im Hangar der Tempora verzurrt waren. Wie musste es in diesen kleine fast fragil anmutenden Begleitj\u00e4gern sein, wenn schon die Tempora bei diesem Wetter sich benahm wie ein ungez\u00e4hmtes Tier, dann musste es in diesen J\u00e4gern die reinste Tortur sein.<br>Die Jungs waren daher dankbar das ich derzeit sie nur zu einem Viertel der eigentlichen anstehenden Fl\u00fcge hinausjagte in diese Turbulenzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei jedem dieser T\u00f6rns verbrauchten wir mehr an Ersatzteilen und Verbandszeug als sonst auf den langen Expeditionen. Auch waren wir w\u00e4hrend dieser Zeit rein auf die schwingungsfreien \u00c4thermaschinen in den Gondeln angewiesen, da wir nicht wie sonst auf den Interzeitzonen Spr\u00fcngen \u00fcblich die Solarsegelanalage nutzen konnten, um die Energiespeicher der \u201eKotabe\u2013 Fuchida R\u00f6hren\u201c zu laden. Dadurch war die Tempora wie alle anderen Schiffe auch, dazu gezwungen Reisen mit minimaler Marschgeschwindigkeit durchzuf\u00fchren. Das bedeutet das man anstatt Stunden von einem System zum anderen nun Wochen ben\u00f6tigte. Der Systemsprung der normal in Tagen bzw. Wochen zu machen war nimmt nun Monate in Anspruch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manchmal kam ich mir bei den n\u00e4chtlichen Runden, bei denen nur die Wachg\u00e4nger auf der Br\u00fccke waren, in die alten Zeiten zur\u00fcck versetzt in denen die Segler die Meere durchkreuzten und den St\u00fcrmen bei Kap Horn trotzten. Lange liegt diese Zeit zur\u00fcck und dennoch waren die Kapit\u00e4ne damals mit \u00e4hnlichen Herausforderungen konfrontiert, wie ich hier auf den Tempora heute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie lange machen wir nun diesen Patrouillendienst, der immer mal mit einem kurzen Aufenthalt im Dock unterbrochen wird. 9 Monate oder sind es gar schon 27? W\u00fcrde ich es nicht im Logbuch sehen so h\u00e4tten ich wohl schon lang das Gef\u00fchl der Zeit verloren. Meine Gedanken wanderten wieder zu den \u00c4therverzerrungen, die immer mehr meinen Alltag an Bord der Tempora bestimmten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In all der Zeit hatten sich die Bef\u00fcrchtungen als noch schlimmer erwiesen als man gedacht hatte. Die einst gefeierten Verbindungen durch den \u00c4ther waren von den pulsierenden Lebensadern zu einem Schatten ihrer selbst geworden. In der Forschung \u00fcber den neu entdeckten Krankheitserrege hatten die Forscher zum Gl\u00fcck ein Mittel gefunden um ihn in Schach zu halten. Durch diese erfreulichen Umst\u00e4nde, zeigte sich, dass die \u00c4therverzerrung in ihrer Intensit\u00e4t abnahm. So kam es wieder zu dem schon lang vergangenen Dienst mit den Expeditionsfahrten, Flotten-Inspektionen und Auslandsfahrten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie eine frische sommerliche Briese erhellten sich die Gem\u00fcter, die Stimmung besserte sich und die Hoffnung keimte wie ein zarter Spross in der Fr\u00fchlingssonne.<br>Die Tempora Lag im Dock 6 in Sky Hill Haven zusammen mit vielen anderen Sternzeppelinen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir waren zu den schnellen Zeppelinkreuzer Verb\u00e4nden kommandiert worden.<br>Seit 2 Tagen lagen wir nun hier vert\u00e4ut und ein Adjutant von einem unbekannten Kommando, sowie ein Flaggoffizier schlichen an den Piers herum, sie musterten meine Crew mit gemischten Blicken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer der letzten Offiziersbesprechungen meinte der LI zum 1. WO, dass man meinen k\u00f6nnte, dass unsere Tempora ein Weltwunder sei. Womit er nicht ganz so falsch liegen k\u00f6nnte, denn die Tempora ist trotz ihrer Jahre im Dienst noch immer einer der wenigen Sternzeppeline, die vor dem Baustopp noch aufgebaut wurde, der durch die neuen Vertr\u00e4ge die Neubauten f\u00fcr die Marine begrenzten.<br>Zu klein f\u00fcr einen Zeppelinschlachter und zu gro\u00df und schwerer best\u00fcckt wie ein Zeppelinkreuzer. Die Tempora ist das was die Ingenieure der Marinewerft gern als Expeditions- \/ Aufkl\u00e4rungszeppelin nannten. Etwas das mir, sowie dem LI oft schon so einiges an Improvisation abverlangt hatten, den manche Man\u00f6ver konnten nicht nach dem Lehrbuch geflogen werden, aber genau das macht die Tempora auch so anders.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gern erinnern sich einige der Crew auch an die Auslandsfahrt nach Hy-Prydain zur Welt-Ausstellung, wo der 1. Offizier und ich als Juroren geladen waren. Die dort herrschende schlecht Wetterfront machte es der Tempora nicht m\u00f6glich vert\u00e4ut zu bleiben, was sich im Nachhinein als Gl\u00fccksfall erweisen sollte.<br>So konnte gemeinsam mit den \u201eBricks\u201c und einigen Milit\u00e4rs den Diebstahl des k\u00f6niglichen Diadems verhindert werden. Die Tempora leistete aus der Luft Unterst\u00fctzung, wenn auch der General zu nahe an den Einschl\u00e4gen der schweren Kaliber war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Abzeichen dieses Abenteuers tragen einige an der Uniform. Unwillk\u00fcrlich muss ich l\u00e4cheln, damals hatte ich nicht damit gerechnet mit dieser Crew noch weit aus spannenderes zu erleben. Und wer wei\u00df, ob wir nicht doch eines Tages nach Hy-Prydain zur\u00fcck kommen um unsere dort gewonnenen Freundschaften zu festigen.<br>Denn als die Tempora auf dem R\u00fcckmarsch war, kamen der erste \u00c4therspruch an der unsere Heimreise kurz mal um einige Monate verl\u00e4ngerte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese ungeplanten Monate war unserer Ernestine gar nicht so recht und es wurde ein Kampf um die Finanzen gef\u00fchrt, \u201eBling Bling\u201c und Elben sind manchmal schlimmer als Schoki Mangel.<br>Dampf sei Dank, dass wir diese Themen zurzeit nicht mit Ernestine besprechen m\u00fcssen. Die Kassen ist mehr als gut gef\u00fcllt, solange wie wir hier vert\u00e4ut sind muss sie auch nichts daraus abgeben und kann stattdessen die Kasse durch das ein oder andere Gesch\u00e4ft auff\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Tobias waren die Tage hier, doch schon eher mit vielen unliebsamen Aufgaben verbunden so, dass ich das ein oder andere Fl\u00e4schchen Schoki-Lik\u00f6r an Ihn abgab um Ihn etwas abzulenken. Denn seit unserer Ankunft hier waren die Flieger-Staffeln permanent auf \u00dcbungsfl\u00fcgen im Verband oder auch Gruppenweise allein, was den Piloten schon viel abverlangte. Die Stunden in Ruhe waren an einer Hand abzuz\u00e4hlen.<br>Dies brachte ich auch gegen\u00fcber dem Flottillen Admiral S. Copperweld Silverwood in einer der t\u00e4glichen Besprechungen zur Sprache, worauf er nur \u00fcber seine Brille schaute, kurz einen tiefen Atemzug tat und wie beil\u00e4ufig sagte: \u201eVan Kingsdale Schnait nur weil Sie \u00fcber ganze drei Staffeln verf\u00fcgen hei\u00dft das nicht, das diese sich ausruhen k\u00f6nnen. Die hatten genug Ruhe w\u00e4hrend der \u00c4therverzerrungen, wo so gut wie kaum ein J\u00e4ger im Einsatz stand. \u201e<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr war ihm die Sache nicht Wert und er begann mit der Tagesordnung. W\u00e4hrend ich nur so halb dem Vortrag \u00fcber den Verbund und Seinen Zielen lauschte, schlich sich eine mir wohl bekannte flinke Gestalt in dem Schatten heran, niemand nahm von ihm Notiz, so kam Shamus heran und \u00fcbergab mir eine Depesche, die mit einem mir sehr vertrauten Siegel versehen war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Langsam brach ich das Siegel und \u00f6ffnete die Depesche, die fast schon filigrane feine Handschrift war mir wohl bekannt. Allein das Schriftbild erzeugt in ihn mir jedes Mal eine Mischung aus Freude mit einer Nuance Ehrfurcht. Ganz so wie die Handschrift beim Erzkanzler nur nicht so pr\u00e4sent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim \u00dcberfliegen der Zeilen vielen mir die Worte ins Auge \u201eWhenuatonga\u201c und \u201eZeitportal\u201c,<br>die Art wie die Depesche verfasst war gab mir genug Hinweise, das hinter der feinen Schrift noch weit aus mehr steht als der erste Anschein glauben machen will.<br>Ich legte die Depesche in den Stapel der Papiere und Befehle die f\u00fcr die Tempora bestimmt waren und folgte noch dem Flaggoffizier und dessen Ausf\u00fchrung der die kommenden Tage umriss und auch f\u00fcr die Crew nun mehr Arbeit bedeuten w\u00fcrde denn die Flotte sollte alsbald auslaufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Weg durch die Korridore hinaus zu den Docks, kam mir ein \u00e4lterer Leutnant entgegen, \u201eTempora, Sir?\u201c Ich sah den Versiegelten Umschlag in seinen H\u00e4nden holte tief Luft \u201eJa\u201c<br>Der Leutnant neigte den Kopf und l\u00e4chelte, \u201eIhre Befehle, Sir! Ihr Schiff wurde bereits informiert\u201c<br>Ich nahm den Umschlag entgegen und schritt in die hei\u00dfe Sonne von Sky Hill Haven hinaus.<br>Der Leutnant hinter mir zog eine in Messing gefasste Brille aus der Tasche und blickte mir nach, dann sch\u00fcttelte er sehr langsam den Kopf. Ein bemerkenswerter Mann, dachte er wohl, hoffentlich w\u00fcrde er so bleiben war seine Hoffnung, die in seinem Gesicht zu lesen war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Nach der schattigen K\u00fchle im Hauptquartier, empfand ich die Sonnenglut greller als zuvor. Entlang der Hauptstra\u00dfe ging ich in Gedanken versunken bis ich an der Stra\u00dfenbiegung abrupt stehen blieb. Die auslaufende Oktavian warf einen m\u00e4chtigen Schatten herab, langsam und majest\u00e4tisch schob sich die Zigarre durch den Regen Verkehr um sich immer mehr zu dem Punkt hinzubewegen an dem die Sternzeppeline zu ihren Spr\u00fcngen ansetzten.&nbsp; Ohne den \u00f6rtlichen Personen- und Transportverkehr der kleinen Zeppeline in Gefahr zu bringen. Ihr monotones tiefes Brummen erinnerte mich daran, dass die Oktavian schon mehr gesehen hatte. Auf Ihr war schon ein Onkel meiner Familie als Kadett gefahren. Als ich meinen Blick abwendete sah ich die Tempora am Pier Liegen die Halteklammern des Docks wie Arme um sie geschlossen.<br>Am Fallreep treffe ich auf Harrison Blackseas meinen Steward \u201eAlles klar, Sir! In Ihrer Kammer habe ich Ihnen bereits alles hergerichtet, es wird ein gro\u00dfer Tag.\u201c<br>Fragend schau ich ihm nach als er Richtung Mittelschiff verschwindet.<br>Was ist heute nur so anders. Weiter komme ich in meinen Gedanken nicht, denn Shamus und Tobias passen mich an der T\u00fcr zur Br\u00fccke ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWas bei allen \u00c4thergeistern\u2026\u2026..\u201c weiter komme ich nicht denn Tobias reicht mir ein Tuch in dem etwas eingewickelt ist. &nbsp;<br>\u201eNicht hier!\u201c zischt Shamus uns an. \u201eKommen Sie, Sir der LI wartet im Mittelhangar.\u201c Ohne auch noch ein weiteres Wort zu verlieren folge ich den beiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der LI schaut mich neugierig an \u201eHat er es schon gesehen?\u201c &nbsp;\u201eWas ist jetzt los und was soll diese Geheimniskr\u00e4merei?!\u201cplatzt es aus mir. Tobias nimmt das Tuch weg, zum Vorschein kommt ein mir vertrautes Bauteil, doch es sieht anders aus. Der LI nickt folgenschwer \u201eSabotage\u201c er hat w\u00e4hrend meines Aufenthaltes im Hauptquartier zusammen mit Shamus die Inspektion an den Gondeln vorgenommen dabei hat man drei dieser Teile gefunden und ausgetauscht.&nbsp; \u201eWir haben Wachen ausgestellt nur f\u00fcr alle F\u00e4lle\u201c ich nicke langsam, das hat noch gefehlt ein Saboteur an Bord, und das hier jetzt gerade.<br>\u201eGut behalten Sie die Sache im Auge, LI. Shamus versuch so viel wie m\u00f6glich an Informationen zu erlangen zu den Vorg\u00e4ngen hier. Die Mannschaft schlie\u00dfe ich erstmal aus, aber die Techniker von hier und die Schauerleute sollten wir \u00fcberpr\u00fcfen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich verlasse den Hangar, mit rasen die Gedanken nur so durch den Kopf. Ohne gro\u00df darauf zu achten eile ich in meine Tageskabine. Erst mal die rasenden Gedanken ordnen, ein Schluck \u00c4therwasser hilft dabei.<br>Als ich gerade einen Schluck nehmen will klopft es, die \u201eErste\u201c will mich sprechen und er hat Befehle dabei. Ich instruiere Sie kurz und gebe Ihr einen kurzen Abriss \u00fcber die momentane Lage und den Vorg\u00e4ngen an Bord.<br>Ich entlasse Sie damit die Tempora schnellst m\u00f6glich auslaufbereit ist, denn laut den von Ihr mir \u00fcberbrachten Befehlen sollen wir eine \u00c4therverzerrung aufkl\u00e4ren die sich in einem Sektor namens Whenuatonga befinden soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut den beiliegenden Nachrichtendienstlichen Informationen scheint hier einiges im Zeitkontinuum sich ver\u00e4ndert zu haben. Also wird die ZLZ-127 Tempora sich dieser Aufgabe stellen auch wenn mir nicht ganz wohl ist. Morgen werden wir hier loswerfen und das in Angriff nehmen bis dahin wird es noch viel zu tun geben allein um die anderen Themen im Auge behalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 07.08.1922 herrscht um 04:00 schon reges treiben an Bord, die Mannschaft hat bereits so wie die Offiziere gefr\u00fchst\u00fcckt. Die Warte legen noch mal Hand an den ein oder anderen Begleitj\u00e4ger im Hangar damit diese sp\u00e4ter bereit sind. Routine oft gemachte Handgriffe und dennoch ist heute eine Stimmung dabei die alles anders erscheinen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich sitze schon seit einiger Zeit in meiner Tageskabine, der Astrogator war schon bei mit um die letzten Berechnungen des Kurses durchzugehen. Auch der LI war bereits da und hat mir die \u201eTempora\u201c klar gemeldet. Ich vernehme das Vertraute brummen der Motoren die gerade warmlaufen. Auch das Dumpfe feine Klopfen des \u00c4therantriebes sp\u00fcre ich in den Decksplatten. Die \u201eTempora\u201c zittert in ihren Halteklammern des Docks.<br>Langsam lese ich die letzten Zeilen des Berichtes, der mit der letzten Post gleich von Bord gehen wird. Der Blick aus dem Seitenfenster auf die Pier hinunter zeigt mir, dass wir heute wohl nicht die einzigen sind das Aufbrechen, denn Die Flotte l\u00e4uft auch mit uns aus zu einem neuen \u00dcbungstag.<br>Die Haltemannschaften stehen bereit, ein letzter Schluck Tee dann verlasse ich meine Tageskabine und begebe mich auf die Br\u00fccke.<br>Der Wachhabende meldet mir die \u201eTempora\u201c klar zum Man\u00f6ver. Zur Crew sind in den Nachtstunden noch ein Paar Passagiere hinzugekommen, vom Diplomatischen Dienst sowie vom \u201eGSD\u201c mal sehen ob Ihnen die Kabinen gefallen wir sind nun mal kein Liner Luftschiff wie die der Redereien der \u201eGulfsteam Star Line\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erinnerungen an eine Reise durch Aporea kommen mit in den Sinn, als die \u201eTempora\u201c im Diplomatischem Dienst unterwegs war und eine Ladung \u00fcbernahm und dann eine illustrere Gruppe Passagiere aufnahm die im dortigen Luftschiffhafen gestrandet waren. &nbsp;<br>Die Jungfernfahrt der \u201ePalm Beach Princess\u201c wurde j\u00e4h unterbrochen und konnte die Passagiere nicht aufnehmen, worauf hin \u00fcber Umweg wir die Passagiere aufnahmen und in einer abenteuerlichen Fahrt nach Afnordiland brachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Meldung der 1.Offizieren Cordelia van Withinghall-Sterling riss mich aus meinen Erinnerungen, \u201eKlar zum L\u00f6sen der Dockklammern!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Ruck durchzeiht das Luftschiff als die klammern sich mit einem dr\u00f6hnenden Zischen l\u00f6sen. Die \u201eTempora\u201c schwingt nun nur von den Bug-Tauen der Haltemannschaften auf der Pier gehalten.<br>\u201eAn Maschine, Achtung klar bei Motoren! F\u00fcr 800 Umdrehungen bereithalten!\u201c, \u201eTaue werft los und hol ein!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frei im Wind beginnt das Schiff sich zu bewegen wir werden langsam aus dem Dock gedr\u00fcckt. \u201eMaschine auf \u00bc Voraus!\u201c&nbsp;<br>an Kapit\u00e4n \u201eAuftrieb im Schiff normal, Auftriebszellen klar\u201c<br>Langsam schienen wir uns aus dem Dockschatten die Sonne empf\u00e4ngt unsere H\u00fclle und der Tau der Nacht glitzert auf ihr wie 1000 kleine Diamanten.<br>\u201eRundherum frei, klar zum Aufsteigen!\u201c kommt die Meldung, ein letzter Blick auf die Anzeigen, ein Nicken des LI zu mir.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAuftrieb vorn 10 hinten 15 Grad, Ruder synchron aufsteigen auf 2500!\u201c<br>Langsam und gest\u00e4ndig steigen wir auf, durch vereinzelte kleine Wolkenfetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Signal von Flaggschiff \u201eAuf Station gehen, Generalkurs S\u00fcd.\u201c<br>\u201eSteuermann am Flaggschiff ausrichten Generalkurs S\u00fcd, und halten Sie uns achterlich klar der Empress of India!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kurs liegt an und das donnern der Maschinen der Flotte erf\u00fcllt die Luft, das letzte St\u00fcck der Haltetaue verschwindet in Nase, von der Empress her tr\u00e4gt der Wind die wohlbekannte Melodie eines Shanti zu uns. Es dauert nicht lange bis auch die Matrosen der Tempora mitanstimmen.<br>\u201e1.WO geben Sie an die Hangars 2 und 4 klar zum Start der J2Fury\u2019s und der Kestrel Staffel.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der LI grinst nur an den Armaturen vor sich hin, wo hat er nur die Laune her? Ach zum Teufel soll er doch seinen Spa\u00df haben.<br><br>Der Start der Staffeln verl\u00e4uft planm\u00e4\u00dfig und in Formation zieht die Flotte durch den Himmel. Die Landschaft zieht unter uns dahin, der Wetterbericht deutet auf gutes Reisewetter hin. Wie befohlen schert die \u201eTempora\u201c aus dem Verband aus, vom Flaggschiff entlassen und viel Erfolg folgt uns das Signal. Nun sind wir allein auf dem neuen Kurs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Januar einer neuen Dekade ist nun angebrochen, nicht mal genug Zeit ist geblieben um sich eingehend mit den \u00c4nderungen zu befassen. 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